Prag und Lidice als Lernorte historisch-politischer Bildung im deutsch-tschechischen Jugendaustausch

Zielsetzung
Unter dem Motto „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“ legt Tandem in den Jahren 2017-2019 einen Schwerpunkt auf Förderung und Unterstützung deutsch-tschechischer Jugend- und Fachkräftebegegnungen zu Themen historisch-politischer Bildung bzw. politischer Bildung. Bei der Auftaktveranstaltung im Februar 2017 in Berlin äußerten die Teilnehmer/-innen unter anderem den Bedarf an Fortbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Gedenkstätten, um geeignete Methoden für den Austausch kennenzulernen und die Besonderheiten bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Austausches zu erfahren bzw. sich darüber auszutauschen.

Zielgruppen:
Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte der Jugendarbeit (Jugendleiter/-innen, Multiplikator/-innen und in der Jugendarbeit Tätige)

Zum kommenden Fortbildungsseminar in Prag und Lidice laden wir Sie herzlich ein.

Ausschreibung

Anmeldeformular

Arbeitstreffen „Sprachanimation und Schwerpunktthema“

Anfang Juni 2018 trafen sich in Berlin Pädagog/-innen von den Gedenkstätten Flossenbürg, Ravensbrück, Sachsenhausen sowie Theresienstadt zu einem zweitägigen Arbeitstreffen mit Sprachanimateur/-innen und Tandem-Mitarbeiter/-innen. Das Ziel war es, gemeinsam zu überlegen, wie man deutsch-tschechische Jugendbegegnungen an den Gedenkstätten mit der Methode der deutsch-tschechische Sprachanimation verknüpfen kann.

Bevor gemeinsam überlegt und konkrete Schritte geplant wurden, stellten die Tandem-Mitarbeiter/-innen und Sprachanimateur/-innen die Methode der deutsch-tschechischen Sprachanimation theoretisch und praktisch vor. Die Pädagog/-innen von den Gedenkstätten präsentierten ihre pädagogischen Konzepte und berichteten über gelungenen Projekte, die man (auch) künftig deutsch-tschechisch durchführen kann.

Die Teilnehmer/-innen des Arbeitstreffens waren sich einig, dass künftig deutsch-tschechische bzw. internationale Jugendbegegnungen an den Gedenkstätten stattfinden sollen. Diese sollten idealerweise fünftägig sein, damit man sowohl methodisch-inhaltliche als auch deutsch-tschechische und sprachliche Elemente einbeziehen kann. Der Mehrwert der Sprachanimation wird vor allem beim Kennenlernen, bei der Kommunikation und beim Zusammenbringen der Teilnehmer/-innen gesehen. Das Spielerische verschafft einen Ausgleich zum restlichen Programm, muss aber von der inhaltlichen Arbeit getrennt werden. Die Begegnungen sollen diversitätsbewusst durchgeführt werden und die diversitätsbewusste Bildung wird sich neben der Sprachanimation wie ein roter Faden durch das komplette Programm ziehen.

Konkret geplant wurde eine deutsch-tschechische Jugendbegegnung der Evangelischen Jugend aus Weiden mit einem eintägigen Besuch der Gedenkstätte Flossenbürg. Dabei sollte das erste Mal mit dem sogenannten Objektkoffer deutsch-tschechisch methodisch gearbeitet werden. Zudem wurde ein Programm ausgearbeitet, das für deutsch-tschechische Jugend- und Schüler/-innenbegegnungen an der Gedenkstätte Ravensbrück geeignet ist. Beide Maßnahmen sollen 2019 umgesetzt werden.

Deutsch-tschechisches Fachforum 2018

Neue Impulse für grenzüberschreitende Erinnerungsarbeit

Ein Bericht über das deutsch-tschechische Fachforum „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“ (19.-21.04.2018, München)

Darf man im Konzentrationslager tanzen? Wie schafft man eine gute Gesprächsbasis zwischen einem Zeitzeugen und einer Jugendgruppe? Wie ermöglicht man deutschen und tschechischen Schüler/-innen bei einer Gedenkstättenfahrt ein gemeinsames Erinnern? Das waren nur drei der Fragen, die die circa 80 Teilnehmer/-innen am deutsch-tschechischen Fachforum „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“ diskutierten. Vom 19. bis 21. April 2018 brachten die Koordinierungszentren Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch – Tandem dafür Fachkräfte aus Jugendarbeit, Schule, politi-scher Bildung und aus der Gedenkstättenpädagogik in München zusammen. Für Thomas Rudner, Leiter Tandem Regensburg, stand dabei der Netzwerkcharakter im Vordergrund: „Das Fachforum ist der Ort, an dem sich die aktiven Fachkräfte treffen und kennenlernen können, grenzübergreifend, aber auch auf persönlicher Ebene. Wenn man sich persönlich trifft, entsteht immer wieder etwas Neues.“

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Angebot für Partnerschulen

Workshops für Schüler/-innen in der Gedenkstätte Theresienstadt, CZ

Die Workshops sind bereits ausgebucht. Es ist keine Anmeldung mehr möglich.
Wir freuen uns über das Interesse an diesem Angebot.

Tandem Pilsen bietet Partnerschulen aus Deutschland und Tschechien die Teilnahme an Workshops in der Gedenkstätte Theresienstadt.

Mögliche Termine:  23.–25. März 2018 und 20.–22. April 2018.
Beginn der Workshops ist jeweils Freitagnachmittag, Ende Sonntagmittag.

Alter der Schüler/-innen: von 14 bis 18 Jahre (die Schüler/-innen der Partnerschulen sollten ungefähr das gleiche Alter haben).

Das Programm kann zum Teil nach Wünschen der Schulen gestaltet werden.
Mögliche Programmpunkte sind Vorträge, Rundgänge und Workshops.
Tandem Pilsen übernimmt die Hauptkosten des Aufenthalts wie Unterkunft, Verpflegung, Programmkosten und Dolmetschen. Die Reisekosten nach Theresienstadt müssen von den Schulen selbst getragen werden.
Bei Interesse melden Sie sich bitte so schnell wie möglich bei Lucie Tarabová, Pädagogische Mitarbeiterin für den Schulischen Austausch in Tandem Pilsen.
Die Berücksichtigung der Partnerschulen erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.

Kontakt- und Fortbildungsseminar für Lehrer/-innen aller Schularten

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, 23.-26. November 2017

Das Seminar mit dem Schwerpunkt historisch-politische Bildung, das  in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg stattfand, war eine weitere Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des aktuellen Tandem-Schwerpunktthemas „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“. 16 Lehrer/-innen aller Schularten aus Tschechien und Deutschland reisten in die Oberpfalz, um die Gedenkstätte Flossenbürg kennen zu lernen, mehr über die didaktischen Konzepte des Bildungszentrums der Gedenkstätte zu erfahren und mit Kolleg/-innen aus dem Nachbarland in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und gemeinsam grenzüberschreitende Projektideen zu erarbeiten.

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